5 Tipps zum Geld sparen in Schweden

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Wie alle nordischen Länder ist Schweden als sehr teures Reiseland verschrien. Ich kann euch beruhigen: Es stimmt zwar, dass vieles in Schweden teurer ist als bei uns, aber ganz so schlimm wie es einmal gewesen sein muss, ist es inzwischen nicht mehr. Und überhaupt sollte die Angst vor den hohen Kosten niemanden von einer Reise nach Schweden abhalten! Damit das Geld länger reicht, hier ein paar Tipps zum Geldsparen:

1. Dagens rätt: günstiges Mittagsmenü

In vielen schwedischen Restaurants und auch in Museen gibt es die sogenannte dagens rätt, das Tagesgericht. Das ist ein täglich wechselndes Gericht, zu dem man einen Salat, Brot mit Butter, ein einfaches Getränk (Wasser, oft auch Limo) und zum Nachtisch einen Kaffee bekommt. Die Konditionen sind in jedem Restaurant etwas unterschiedlich, aber das ganze Menü kostet ungefähr 8 Euro. Besonders toll finde ich daran, dass man so auch die gute schwedische Hausmannskost kennenlernen kann. In manchen Restaurants heißt es auch einfach dagens oder es gibt dagens pasta, dagens soppa, dagens pizza mit dem gleichen Konzept.

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2. Lättöl: Bier, das man sich leisten kann

Die hohen Preise für alkoholische Getränke haben wohl mit zu Schwedens Ruf als teures Reiseland beigetragen. Die Preise für Bier, Wein und andere Alkoholika treiben einem mitteleuropäische Reisenden tatsächlich die Tränen in die Augen. Wer trotzdem nicht auf sein abendliches Bier verzichten möchte, dem sei lättöl ans Herz gelegt, das schwedische Leichtbier (bis zu 2,25‰). Man bekommt es auch in normalen Supermärkten und es steht in allen Kneipen, Bars und Restaurants auf der Karte – ganz im Gegensatz zu „richtigen“ Alkoholika, die es nur in lizenzierten Restaurants und den staatlichen Spirituosen-Geschäften (systembolaget) gibt . Der Preis für ein Lättöl liegt manchmal sogar unter dem für Softdrinks (läsk).

3. Påtår: im schwedischen Kaffeehimmel

Für Kaffeefans und -Junkies ist Schweden ein Traumland. Der normale Filterkaffee ist sehr lecker und sogar gefriergetrockneten kann ich empfehlen (ich schwöre auf Harmoni). Aber besonders toll ist, dass eine Tasse Kaffee häufig med påtår [med pootoor] angeboten wird, das heißt: Man darf sich eine zweite Tasse kostenlos nachfüllen. Oft steht dann an der Kasse oder in der Karte Påtår ingår, aber man kann auch einfach danach fragen. Die magische Frage lautet: „Är kaffet med påtår?“ Und fragen kostet garantiert nichts.

4. Bahnfahren, aber richtig

Bahnfahren (und übrigens auch Busfahren) ist in Schweden günstiger als bei uns. Wie bei uns gibt es bei der schwedischen Bahn zwei Klassen (hört, hört). Jede Klasse hat drei Ticket-Kategorien. Die günstigeren Tickets, die man nicht umbuchen oder stornieren kann („kan ej ombokas“), werden erst etwas später freigeschaltet als die Flexi-Tickets („kan ombokas / kan återbetalas“). Zu früh zu buchen, ist also gefährlich, wenn man ein günstiges Ticket will. Wenn man sich aber zeitlich festlegen kann, sollte man das so früh wie möglich ein Ticket kaufen, denn bei der schwedischen Bahn bucht man immer auch einen festen Sitzplatz dazu. Auf stark frequentierten Strecken kann es zu populären Zeiten also passieren, dass eine Verbindung schlicht ausgebucht ist und dafür gar keine Tickets mehr verkauft werden.

5. Supermärkte

Nicht nur in Schweden bin ich ein großer Fan von Supermärkten, denn so isst man nicht nur wie die Einheimischen, sondern man entdeckt viele spannende Lebensmittel und spart dabei viel Geld. Die größten Ketten in Schweden heißen ICA, Coop, Willys und Hemköp, die auch günstigere Eigenmarken haben. Für mittags gibt es dort leckere Sandwiches, Baguettes und Salate zum Mitnehmen. Ich empfehle außerdem die günstigen kleinen Tetrapacks mit Saftsirup (z.B. Flieder, Holunderblüten, Blaubeer oder Hagebutte), den man einfach mit Leitungswasser (das man im ganzen Land bedenkenlos trinken kann) aufgießt. Das ist sehr lecker und viel günstiger als fertig gemischte Softdrinks.

  1. Julia

    Wir möchten im nächsten Jahr unbedingt nach Schweden und sind schon jetzt für sämtliche Tipps dankbar, bei denen man auch Geld einsparen kann. Vielen Dank dafür.

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