Die Vögel Afrikas

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Wer mich kennt, hat bestimmt schon darauf gewartet: Birdlife. Seit ein paar Jahren stümper ich mich durch die europäische Vogelwelt, lese Bücher dazu, starre zum Himmel und rufe bei Spaziergängen und Wanderungen verzückt soetwas wie: „Oh, ein Stiglitz*!“.

Hat man einmal angefangen auf Vögel zu achten, sieht man sie plötzlich überall und immer mehr. Ging ich früher davon aus, dass es außer Amsel, Finken und Meisen nicht mehr sehr viele andere Vögel im Alltag geben könne, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Ich lernte sie anhand ihrer Statur, Schnabelform und natürlich Gefieder zu unterscheiden und habe noch lange nicht ausgelernt. Diesen Spezialblick habe ich auch jetzt dabei.

Um es gleich vorweg zu sagen: Es gibt großartige Vögel hier im südlichen Afrika: leuchtend rote, metallisch blaue, hellblaue, große weiße, blau-rot-weiße, bananengelbe und welche mit Bananenschnabeln; Vögel, die ihre Kugelnester an die Bäume hängen und welche, die mich morgens beim Aufwachen vollzwitschern. Dazu die, denen ich einen ungefähren Namen zuordnen kann: Strauße, Adler und Pelikane, Bienenfresser, Störche und Zazu (aus König der Löwen).

Es gibt im südlichen Afrika über 900 Vogelarten, sagt unser Guide Farai, und das klingt äußerst glaubwürdig. Er selbst kennt „nur“ 300. Ich traue mich kaum anzufangen mit Namen lernen, weil es ein Fass ohne Boden scheint, das mich vom Staunen abhält. Und so stehe ich einfach da, schaue in die Wipfel und den Himmel und freue mich, dass es so viel zu entdecken gibt auf dieser Welt, wenn man den Blick dafür schärft. Babyleicht in einer Region wie dieser.

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*Stiglitz: auch bekannt als Distelfink; klein, hübsch bunt, NABU-Vogel des Jahres 2016.

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