Vietnamesische Köstlichkeiten

Vietnamesische Köstlichkeiten

Eingetragen bei: Asien, Vietnam | 2

„Das ist das großartigste Essen meines Leben!“ Das habe ich neulich in Vietnam tatsächlich gedacht, als ich in einer kleinen Eatery mit Platikstühlen und Edelstahltischen aß. Die Küche Vietnams gilt als eine der abwechslungsreichsten und besten der Welt – auch wenn man über Geschmack bekanntlich streiten kann. Von Hund, Hühnerfuß und Stinkfrucht habe ich mich bisher noch ferngehalten, aber jenseits davon schon viele Köstlichkeiten entdeckt. Und dabei klingen sie auf den englischen Karten (falls es welche gibt) meist so unspektakulär.

Hauptspeisen

„Fish with Pineapple sauce“ entpuppte sich als ein ganzes Menü mit Gemüse und inklusive Getränk für drei Euro. An dem Fisch war für meinen normalen europäischen Geschack noch sehr viel Rücken und Gräten dran, aber das war egal, denn er schmeckte super.

„Bánh Khoai“ ist eine der Spezialitäten von Hué. Es handelt sich um eine Art frittierten Pfannkuchen, in den Shrimps eingebacken sind, den man selbst am Tisch mit Salat füllt und dann in großartige Erdnusssoße tunkt. Und der ganze Spaß für einen Euro.

„Stir fried rice with seafood“ waren die großartigsten Meeresfrüchte, die ich je gegessen habe. Höchstwahrscheinlich. Mit einer Portion Reis. Für 1,60 Euro. Aber bitte jetzt keine Diskussion um Dioxine und andere Gifte in vietnamesischen Gewässern. Vernünftig und sorglos kann ich erst demnächst wieder essen. Hier gab es dafür lecker!

„Fried Vermicelli salad“ ist ein Salat aus Nudeln, Bambussprossen, grünem Salat, was dem Koch sonst noch so eingefallen ist und dann Erdnüssen obendrauf.

Hinter „Set menu“ verbarg sich ein Bausatz aus Reispapier, Salat und Gurken, gedünsteten Gemüse, Frühlingsrollen, Fleischspießen, frittierten Pfannkuchen und Soße. Alle Zutaten habe ich nach Belieben kombiniert und in das Reispapier eingewickelt. Das Arbeiten für den Genuss hat sich sehr gelohnt.

In den Homestays bekam ich auch ganz wunderbares Essen:

Frittierte Frühlingsrollen, Büffelfleisch oder Fisch, gedünstete Gurke, Hühnchen, Omelette und natürlich Wasserspinat. Dazu gab es Selbstgebrannten, entweder aus Reis oder Mais. Und die lustigste Gesellschaft, die Vietnam zu bieten hat.

Auch die Suppen (pho) waren bisher auch immer gut, egal, was da so drin herumschwimmt:

Zuckeralarm

Es gibt auch tollen Süßkram zu entdecken, der gar nicht so süß ist, wie man das befürchten könnte. Als bekennender Tortenfan probiere ich mich durch das gute vietnamesische Angebot. Meine Leidenschaft hat sich hier inzwischen rumgesprochen und so durfte ich allen Ernstes diese Mega-Cappuccinocremetorte fast ganz alleine aufessen:

Bei meiner Folgebestellung bekam ich eine ganze Torte mit meinem Namen drauf. Ich glaube, hier bleibe ich.

Aber für die fabulösen Mango-Küchlein, die höchstens wie eine weiße Mango aussehen, aber mit Erdnüssen gefüllt sind, lohnt sich ein Ausflug nach Hoi An.

Getränke

Zur Begrüßung in einem Restaurant oder wenn man jemanden besucht, bekommt man sehr oft einen kleinen Becher grünen Tee gereicht, den man dann andächtig trinkt. In Vietnam gibt es auch sehr viel und sehr günstiges Bier, das „bia“ heißt – keine Ausspracheschwierigkeiten hier. Es hat so touristisch-attraktive Namen wie „Hanoi Beer“ (nicht zu verwechseln mit „Bia Ha Noi“, „Saigon Special“, „Halong“, „Tiger“ oder „333“. Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt irgendein Biersommelier keuchend vom Stuhl kippt, muss ich zugeben, dass sie für mich bisher alle halbwegs gleich schmecken. Ich setze den Test bei Gelegenheit fort.

Aber mein Getränkeherz gehört dem vietnamesischen Kaffee!!! Entschuldigt diesen Ausrufezeichenausbruch, aber es muss sein. Vietnamesischer Kaffee ist der Knaller! Dunkelbraun und kräftig. Und wenn dann noch süße Milch und an heißen Tagen (also quasi immer) Eis dazukommen, kann man nicht anders, als bei jedem Schluck selig zu lächeln.

Ich habe schon mehrfach versucht, aus vietnamesischen Getränkekarten die Kaffee-Variante rauszufischen, die ich grade wollte. Hat selten geklappt. Meistens erwischte ich die Eis-Variante, wenn mir nach warm war oder mit Milch, wenn ich einen kalten schwarzen probieren wollte. Dabei wäre es eigentlich gar nicht sooo schwer, sich die entsprechenden Bezeichnungen und Betonung zu merken, aber die Lernmotivation fehlt. Denn egal, was kommt, es ist wunderbar.

2 Antworten

  1. Ich bin entzückt über diesen Beitrag!
    Du wirst das hoffentlich alles nochmal kochen, denn es sieht einfach extrem lecker aus. Diese Meeresfrüchte, dieser leckere Salat, die Suppen – Du solltest besser die Rezepte mitbringen. ;o)

    • die abenteuerliche

      Wenn du mir das kochst, besorge ich dir die Rezepte sehr gerne. Mjam, das wird lecker. Ich freue mich drauf! Und bringe die passenden Fotos mit 🙂

Kommentar schreiben