10 Dinge, die ihr über Tonga wissen sollt

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Das Königreich Tonga liegt von Deutschland aus tatsächlich am anderen Ende der Welt, kurz vor der Datumsgrenze. Als ich meinen Reise-Buddy Dirk dort wiedertraf, den ich in Hanoi kennengelernt hatte, der aber eigentlich in Bangkok wohnt und aus Berlin kommt, musste er mich aber wieder daran erinnern, wie weit weg von allem wir hier tatsächlich waren. Für mich war Tonga nur zwei Flugstunden von Fidschi, das nur drei Flugstunden von Sydney lag, das nur eine Stunde von – na, ihr versteht was ich meine.

Weil Tonga da also so abgeschieden in der Südsee liegt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ihr euch so bald dorthin verirren werdet. Das ist schade, denn Tonga ist sehr charmant. Hier deshalb also ein paar Dinge, die ihr über Tonga wissen sollt:

  1. Röcke
    In Tonga trägt Mann Rock und zwar häufig aus Bastmatten. Sieht ein bisschen ungemütlich aus, aber mit einem schwarzen Band darauf auch sehr schick.
  2. Die hässlichsten Autos der Welt
    In Tonga fahren die hässlichsten Autos der Welt. Glaubt ihr nicht? Ist so. Das liegt bestimmt daran, dass es für die Menschen dort sehr teuer ist, die Autos zu importieren, zumal die Tongaer nicht sehr wohlhabend sind. Noch teurer, als die Autos in Übersee zu kaufen und selbst zu importieren, so sagte man mir, sei es aber, Autos beim Händler zu kaufen. Da hier alle sehr langsam fahren (was auch, aber nicht nur, an den Straßen liegt), hat man genügend Zeit, die Autos auch während der Fahrt zu bewundern.
  3. Blow Holes
    Auf der Hauptinsel Tongatapu gibt es ganz tolle Blow Holes, durch die bei jeder Welle das Wasser schießt und an denen kann man zu jeder Tageszeit glücklich werden kanm. Sie sind mein absoluter Lieblingsort auf dem tongaischen „Festland“.
  4. Der König
  5. Als ordentliches Königreich hat Tonga natürlich auch einen Südseekönig. Der aktuelle heißt ʻAhoʻeitu ʻUnuakiʻotonga Tukuʻaho und regiert unter dem Namen Tupou VI. Der König wird sehr verehrt, ist ständig in der Zeitung und schmückt alle tongaischen Geldscheine. Sein königlicher Palast liegt direkt am Meer mitten in der Hauptstadt Nukuʻalofa auf der Hauptinsel Tongatapu. Obwohl die Insel sehr klein ist und ich das Gefühl hatte, dem König dort nahe zu sein (schließlich bin ich auf dem Weg zum Hotel stets direkt am Palast entlang spaziert), so habe ich ihn doch nicht getroffen.

  6. Sonnentor
  7. In Tonga gibt es ein Sonnentor – oder zumindest drei steinerne Balken, die dafür gehalten werden können. Sie haben wahrscheinlich etwas mit dem Jahreskreislauf zu tun, aber warum genau dieses Tor tatsächlich gebaut wurde, ist noch recht unerforscht. Vermarkten ließe es sich prima als das Stonehenge der Südsee, an der Beschilderung müssen wir bis dahin aber noch ein bisschen arbeiten.

  8. Sonntage
    Sonntags werden die Bürgersteige hochgeklappt. Jedenfalls die paar, die es gibt. Alle Restaurants und die Minimärkte sind sonntags geschlossen, es fahren keine Taxen und keine Busse. Es bleibt die Flucht auf ein vorgelagertes Inselresort (wenn man frühzeitig davon erfährt) – und natürlich der Kirchgang.
  9. Kirchendichte
    Die allermeisten TongaerInnen sind Mitglied in einer christlichen Kirche – und davon gibt es auf den Inseln Tongas sehr viele. Sonntags sind sie alle voll. Am verbreitetsten ist die Wesleyanische Kirche, die methodistische Kirche Tongas, in der 35% der Einwohner Mitglied sind.
  10. Flughunde
    Ich hatte vorher noch nie Flughunde gesehen und war ganz begeistert, als ich sie am Himmel über Tonga ihre Kreise ziehen sah.
  11. Tsunami Rock
    Eine der Top-Sehenswürdigkeiten Tongas ist nur über einen Feldweg zu erreichen. Der Felsen wurde während eines Tsunamis an Land katapultiert und liegt nun mehrere Hundert Meter vom Strand entfernt, quasi mitten im Wald.
  12. Buckelwale
  13. Die Wale waren mein eigentlicher Grund überhaupt nach Tonga zu kommen. Sie kommen hier Jahr für Jahr hin, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und sich neu zu paaren. Unter strengen Auflagen, die soweit ich erleben konnte, auch gut eingehalten werden, darf man mit ihnen sogar schwimmen und schnorcheln. Und für dieses Erlebnis lohnt sich die Reise um die halbe Welt definitiv!

2 Responses

  1. Nicki

    Flughunde – die kenne ich!? Die gab’s auch auf den Seychellen zuhauf. Cool,ich hatte mal einen Vorsprung.?

    • die abenteuerliche

      Sag ich doch: Mein Überfliegerleben ist nur in deinem Kopf 😉 :* Abenteuer Alltag rocks!