Prost! Getränke im Südlichen Afrika

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Ich liebe es, unterwegs neue Dinge auszuprobieren und neue Getränke sind so einfach zu finden. Von Marken, die ich von zuhause kenne, halte ich mich weitgehend fern; lieber probiere ich etwas, dessen Geschmack ich mir nicht vorstellen kann. Zuhause trinke ich selten Softdrinks und Säfte, aber unterwegs gehören sie für mich quasi dazu. Und ich mag Joghurtdrinks. Bei meiner „Blindverkostung“ erwische ich ganz selten etwas, das mir so überhaupt nicht schmeckt. Neulich allerdings schon, aber dazu später. 

Als klar war, dass ich nach Südafrika zurückkehren würde, habe ich mich besonders auf den Erdbeersaft gefreut, den ich bei meiner letzten Reise so gerne getrunken habe. Und tatsächlich war das auch das Allererste, was ich in den Einkaufskorb legte, als ich bei dieser Reise wieder einen südafrikanischen Supermarkt betrat. Und er ist noch genauso lecker wie beim letzten Mal.

Beim ersten Abendessen in Johannesburg hatte ich mir das einzige Getränk aus der Vitrine ausgesucht, das ich nicht kannte: Sparletta. Eine gute Wahl (erstaunlicher Weise aus dem Hause Coca Cola übrigens), die mich seitdem durch Afrika begleitet. Es gibt Sparletta in mindestens vier Geschmacksrichtungen. Das grüne Soda Creme ist nicht zu süß, hat Limo-Konsistenz und ist gleichzeitig cremig. Das gelbe Pine Nut schmeckt keineswegs nach Pinienkernen (= pine nuts), sondern nach Ananas (pineappel) und Kokos (coconut). Das lilane Cherry Plum ist eine überdrehte Mischung aus Kirsche, Pflaume und ganz viel Chemie. Das rote Sparberry ist undefinierbar und am unleckersten.

Für meinen ersten Abend in Botsuana hatte ich mir ein Savanna-Cider besorgt, das ich gemütlich am Lagerfeuer trank, während um mich herum die afrikanische Nacht hereinbrach. Sehr leckerer Apfelwein! Savanna gibt es auch noch in schwarzen Flaschen, dann schmeckt es ein bisschen weniger fruchtig als das helle Original.

Ein bisschen Pech hatte ich mit einem der Milchdrinks, die ich mir in Simbabwe kaufte: Mageu. Ich hielt es für Bananenmilch oder Trinkjoghurt, musste dann aber beim ersten Schluck feststellen, dass es sehr säuerlich schmeckte und Bröckchen enthielt. Von der Konsistenz wirkt es ein bisschen wie Dickmilch mit Wasser verrührt. Der Bananengeschmack war nur vage zu erahnen. Großzügig bot ich es meinen Mitreisenden an, die es ähnlich unlecker fanden wie ich. Mageu – ein Versuch, aber definitiv keine Liebe auf den ersten Schluck.