Fotosession mit Nonnen

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An meinem ersten Mittag in Yangon saß im Schatten am Randes des Wegs, der zur Shwedagon-Pagode führt, und machte eine kleine Pause, als mich eine junge Nonne ansprach. Sie fragte mich, woher ich komme. Ich sagte es ihr. Sie sagte, dass sie froh sei, dass ich da sei. Ich lachte und sagte, dass ich darüber auch froh sei. Ob ich alleine reisen würde, fragte sie mich noch. Das bejahte ich. Dann fragte sie irgendetwas mit Foto und ich sagte „sure“, denn ich dachte, sie wollte, dass ich ein Foto von ihr mache.

Es stellte sich aber heraus, dass sie ein Foto von mir und ihren beiden Freundinnen machen wollte. Ich war ein bisschen überrascht, zumal ich die beiden hinter dem großen Sonnenschirm meiner Gesprächspartnerin noch gar nicht wahrgenommen hatte. Ich sagte noch einmal „klar“ und gab ihr auch gleich noch meine Kamera. Wenn schon, denn schon. Sie stellten mich in die Mitte und wir posierten zusammen. Es sind ganz zauberhafte Fotos geworden, finde ich. Wir machten auch noch ein Selfie, damit die Fotografin auch mit mir auf ein Bild kommen konnte. Wie gerne hätte ich die Drei noch so viel gefragt, aber unsere Sprachbarriere ließ mich nur freundlich lächeln. Sie gaben mir noch ein Stück gewürzte Melone zum Probieren, die ich schon an Straßenständen gesehen hatte und wir verabschiedeten uns wieder.

An der Shwedagon Pagode habe ich an diesem Tag noch sehr oft mit Menschen aus Myanmar auf Fotos posiert, aber niemand hat so nett gefragt und sich so in mein Herz geschlichen, wie diese drei jungen Nonnen.