Nepal-ABC

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Affentempel

Der Affentempel steht auf einem Hügel in Kathmandu und ist weithin sichtbar. Wenn man keinen findigen Menschen dabei hat, der eine Abkürzung zum Gipfel kennt, muss man viele, viele Stufen hinaufsteigen. Aber egal, wie man hoch kommt: Es lohnt sich sehr! Die Tempelanlage verteilt sich auf zwei Hügel und ist wunderbar grün. Außerdem hat man von hier oben eine tolle Aussicht auf die Stadt! Man sollte allerdings nichts essen, das man nicht bereit ist, mit den Affen zu teilen, denn sie sind die wahren Herren des Hügels.

Berge

Nepal hat viele davon. Und wunderschöne. Und natürlich hohe. Acht der zehn höchsten Berge der Welt versammeln sich in diesem kleinen Land. Die Berge wissen halt auch, was gut ist.

Chaos

Es wäre gelogen, zu behaupten, das nepalesische Chaos auf den Straßen sei in irgendeiner Form geordnet. Oder beherrschbar. Aber ein mutiges Genie ist in der Lage, damit zumindest umzugehen.

Dach der Welt

Der Mount Everest ist schuld, dass ich zwingend wieder nach Nepal zurückkommen MUSS. Während meines dreiwöchigen Aufenthaltes hat sich der höchste Berg der Welt bei jeder Gelegenheit, zu der wir uns hätten kennenlernen können, in Wolken, Dunst oder Nebel versteckt, der olle Schisser. Frechheit!

Einzelne Schuhe

Nepal ist das Land der einzelnen Schuhe. Überall liegen sie auf dem Boden herum: in der Stadt auf den Bürgersteigen, auf der Straße, am Straßenrand und mitten in der scheinbar einsamen Natur. Einmal ging ich in den Bergen mit einem Nepalesen spazieren und erwähnte, dass mich diese einzelnen Schuhe überall noch immer irritieren. So etwas gebe es in Deutschland nicht. Da fragte er mich sehr interessiert, warum die Deutschen denn ihre Schuhe immer nur im Paar wegwerfen. Wo sollte ich da anfangen?

Frauen

Frauen tragen in dieser Gesellschaft die Alltagslast(en). Sie erledigen die schwere Hausarbeit, versorgen die Kinder und sind für den Transport der schweren Güter zuständig, die in Körben mit einem Kopfriemen getragen werden. Sie arbeiten als Trägerinnen auf Baustellen und sind auch mal für die Versorgung ihrer Familie alleinverantwortlich. Zwar sind die grausamsten Rituale, wie das lebendige Verbrennen von hinterbliebenen Witwen oder die Verbannung von menstruierenden Frauen in den Viehstall, inzwischen offiziell verboten, aber Frauen sind weiterhin in vielen gesellschaftlichen Schichten unterdrückt, fremdbestimmt und weniger wert als Männer. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen liegt in Nepal unter der von Männer.

Geld

Die Währung Nepals sind Rupien. Der Einfachheithalber habe ich beschlossen, dass eine Rupie einem Eurocent entspricht. Das kommt ungefähr hin. Hauptsächlich gibt es Scheine, die druckfrisch sehr hübsch sind. Im Alltag bekommt man aber fast ausschließlich hässlich-dreckige, speckige Uraltscheine in die Hände. Urgh. Geld stinkt doch.

Hupen

Hupen scheint nepalesischer Volkssport zu sein. Es heißt eigentlich immer „Achtung, hier komm ich“ und wird dann eben um die entsprechenden Erweiterungen ergänzt:

  • … von hinten angesaust,
  • … um die Kurve gebrettert,
  • … – wehe, du biegt jetzt ab,
  • … – mach mal Platz,
  • … und überhole jetzt.

Dabei ist der Ton nicht aggressiv, sondern eher mitteilsam. Das bestätigen auch die freundlichen und durchdringenden Fanfaren, die in vielen Fahrzeugen als Hupe eingebaut sind. Hupen kann man übrigens ganz lässig nebenbei mit dem Daumen. Das übe ich in Deutschland dann auch mal.

Indien

Der große Nachbar, zu dem es sich abzugrenzen gilt, zu dem das Verhältnis etwas angespannt ist, der aber durch Bollywood zur Völkerverständigung beiträgt.

Jobs

Jobs gibt es in Nepal nicht genügend. Viele junge Nepalis verlassen daher ihr Land, um im Rest der Welt Geld zu verdienen, das sie dann auch nach Hause schicken, um ihre Familien zu unterstützen. Man munkelt, dass es in den Golfstaaten fast schon mehr Nepalis gibt als in Nepal. Sehr beliebt sind Nepalesen auch als Security Personal auf Kreuzfahrtschiffen und als Elitesoldaten, als sogennante Gurkhas, in der Britischen Armee.

Kuh

Die Kuh ist das Nationaltier Nepals, den Hindus heilig und hält sich gerne auf der Fahrbahn auf. Gegessen und zur Arbeit herangezogen wird sie natürlich nicht. Dafür hat man in Nepal die Büffel.

Luftverschmutzung

Oh, die Luftverschmutzung in Kathmandu! Die Menschen auf den Dörfern lamentieren gerne darüber, die Menschen in Kathmandu tragen einfach Mundschutz. Den gibt es auch in stylisch-schicken Versionen, mit Sternchen habe ich aber keinen gefunden.

Müll

Liegt überall rum und lässt einem das Herz bluten.

Nashorn

Nashörner gibt es in Nepal auch. Sie haben – anders als die afrikanischen – nur ein Horn. Leider habe ich sie nur auf den 100-Rupien-Scheinen gesehen, aber immerhin.

Om Mani Padme Hum

Tibetanischer Gebetsgesang. Ganz schlimmer Ohrwurm, der überall dudelt, wo man Souvenirs kaufen kann.
(Kostprobe gefällig? Hier entlang.)

Pokhara

Touristisch gut erschlossene Stadt Richtung Annapurna. Sehr sauber. Und die gute Luft. Und die großartige Aussicht. Und die vielen Wandermöglichkeiten!

Quality

Quality schreibt sich in Nepal Kwality.

Rot

Die Farbe des Glücks. Und von Rhododendron. Wobei – den gibt es natürlich auch in pink, weiß, rosa, weiß-rosa, lila, orange …

Steckdosen

Die Steckdosen in Nepal sind furchtbar praktisch, denn in sie passen quasi alle internationalen Stecker. Und sollte mal einer nicht passen, wie der amerikanische, dann gibt es Multiplugs, mit denen man jedes Gerät anschließen kann. Wenn es grade Strom gibt, passiert dann auch was.

Tauben

Tauben kann man auch draußen als Haustiere halten, wenn man ihnen die Flügel stutzt. Machen sich höchstwahrscheinlich auch im Kochtopf gut. So genau wollte ich es aber gar nicht wissen.

Unesco Weltkulturerbe

Das ganze Kathmandutal ist seit 1979 auf der UNESCO-Welterbeliste. Zu verdanken hat die Gegend das sieben Gebäudekomplexen, die ich tatsächlich während meiner Zeit in Kathmandu alle besichtigte. Sie sind hauptsächlich verteilt auf die drei alten Königsstädte Bhaktapur, Patan und Kathmandu.

Vogel

Der Nationalvogel Nepals ist der Lophophorus, der Himalaya-Glanzfasan, der in den Bergen lebt, dessen männliche Vertreter sehr bunt sind und den ich trotzdem nicht gesehen habe. In einer meiner ersten nepalesischen Schulstunden versuchten mir die Jugendlichen begreiflich zu machen, was ein Lophophorus ist. Leider kannten sie offensichtlich das Wort für Vogel nicht und irgendwann blickten wir uns nur ratlos an – bis ich mein Handy zückte und wir alle etwas Neues lernen konnten.

Weiß

Weiß ist in Nepal die Farbe der Trauer. Bloß nicht zur Hochzeit tragen.

Xenophilie

Die Nepalesinnen und Nepalesen sind Fremden gegenüber sehr offen, hilfsbereit und äußerst freundlich. Sie interessieren sich für die Welt, auch wenn viele, die ich getroffen habe, ihre eigenen Welt nicht wirklich verlassen wollen.

Yak & Yeti

Getroffen habe ich weder ein Yak, noch den Yeti, aber in dem legendären Bergsteiger-Hotel gleichen Namens in Kathmandu war ich. Viel schicker fand ich aber Dwarika’s Hotel, auch wenn ich dort zufällig nicht Richard Gere begegnet bin.

Zuckerrohr

Zuckerrohr habe ich in Bhandar zum ersten Mal in meinem Leben probiert. Ich liebe es!