Wundertüte Vientiane

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Was hatten mich alle vor Vientiane gewarnt: grau sei die laotische Hauptstadt und langweilig und überhaupt total doof. Muss man nicht hin, bestimmt nicht. Auf der Reise von Luang Prabang zu den 4.000 Inseln im Süden von Laos führte die Reiseroute aber doch für eine Nacht nach Vientiane – und ich fand eine ganz andere Stadt, als ich erwartet hatte.

Die Sonne schien und es gab für einen Nachmittag locker genug anzuschauen, sodass mein Lieblingsmitreisebesuch aus der Heimat und ich nach der Ankunft im Hotel gleich wieder loszogen. Wir kletterte auf den hübschen Triumpfbogen Patuxai und hatten einen wunderschönen, leider nur kurzen Ausblick auf die Stadt im Spätnachmittagslicht.

Dann ließen wir uns zum Pha That Luang fahren, dem Nationalheiligtum von Laos. Dort bewunderten wir die Stupa, die schönen Gebäude und besonders den liegenden Buddha.

Auf dem großen Platz vor dem Pha That Luang gab es öffentliche Aerobic-und Zumba-Kurse und ein abendliches Fußballturnier. Jugendliche saßen in Gruppen zusammen, mobile Händler mit duftendem Essen verkauften Snacks und entspannte Hauptstadtbewohner schlenderten umher.

In einem Park, an dem wir auf dem weiteren Heimweg vorbeikamen, stand ein kleines Riesenrad, für das wir todesmutig Tickets kauften. Tatsächlich hatte ich einen kleinen Adrenalinrausch, als ich in dem rostigen Käfig dem Abendhimmel entgegenschaukelte. Sehr abenteuerlich, aber auch ein Riesenspaß! Erst nach unfassbaren zwölf Minuten mussten wir wieder aussteigen.

Wir beendeten den Tag mit einem Spaziergang am Fluss entlang und über den Nachtmarkt, danach gab es noch ein großartiges Abendessen. Anzahl der anderen Westler, die uns an diesem Nachmittag begegneten: null. Dafür trafen wir nur nett lächelnde LaotInnen, entdeckten Lebensfreude an jeder Ecke und eine Stadt voller Überraschungen. Und die Moral von der Geschichte: Ich sollte mir immer eine eigene Meinung bilden. Ob das für euch auch gilt, müsst ihr wohl selbst rausfinden 😉