Bula Fidschi: mein Südseeparadies

Eingetragen bei: Fidschi, Ozeanien | 2

Manchmal muss man einfach drei Stunden damit verbringen, am Meer zu sitzen und glücklich zu sein. Das musste ich dringend erledigen, als ich auf Fidschi angekommen bin. Zum Sonnenuntergang (und mit auflaufendem Wasser) kommen dann überall um mich herum Schnecken aus dem Sand gekrochen. Und plötzlich klettert eine einzelne Welle aus dem ruhigen Wasser zwei, drei Meter höher an der Strand herauf und ich flitzt im Krebsgang gen Trockenheit. Das ist allerdings die größte Aufregung meines Tages. Ich bin schon längst auf Fidschi-Zeit eingestellt. Sega na lega – keine Sorge.

Am ersten Vormittag spaziere ich die Schienen einer alten Zuckerrohrbahn entlang zum nächstgelegenen Ort, der ziemlich genau eine Spazierstunde von meinem einsamen, wunderbaren Hideaway entfernt liegt. Unterwegs grüßt mich jeder, dem ich begegne, mit einem lauten „Bula!“. Ich grüße fröhlich zurück.

In der kleinen Stadt sage ich auch sehr oft „Bula!“ und kaufe mir Saft, Brausepulver und Wasser. Zum Glück musse ich das nicht alles wieder zurück schleppen: Ich stoße auf einen alten Lockschuppen, in dem zwei fahrradbetriebene Dreisinen stehen – sowie die ausrangierte Filmkulisse aus einer amerikanischen Fernsehserie, die in der Nähe gedreht wurde. Ich habe Glück und bekomme für ein Trinkgeld eine Mitfahrgelegenheit mit der kleinen Gruppe, die kurz danach zu ihrem Dreisinen-Ausflug aufbricht. Es ist ein Heidenspaß auf den Fahrrädern über die Schienen zu flitzen!

Ansonsten verbringe ich meine Fidschi-Tage mit Schnorcheln in der Bucht vor meiner Hütte und mit Sein. Ich esse Bambacao (frittierte Teigklumpen) und Papaya zum Frühstück und platze fast. Ich schaue den Vögeln zu und der Sonne beim Auf- und Untergehen. In der Abenddämmerung warte ich auf das dumpfe Donnern von Hufen und den abendlichen Besuch der zwei Pintostuten, die durch den Garten traben. Nachts zeichnet der knallheller Mond scharfe Schatten auf den warmen Sand.

Auf der hügeligen, grünen Hauptinsel Fidschis gäbe es bestimmt viel zu sehen und zu unternehmen. Und dann das legendäre Inselhüpfen, das direkt vor meiner Nase auf mich wartet. Aber nichts davon zieht mich hinaus aus meinem Paradies. Beim nächsten Mal, Fidschi; beim nächsten Mal vielleicht.

2 Responses

  1. Nicki

    ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
    Mehr kann ich eigentlich nicht sagen. Dieses Foto vom Meer (und etwas Strand) – über dem Palmen-mit-Papaya-Foto – ist so wahnsinnig schön. Ich gucke es einfach noch eine Weile an. Verkürzte 3 Stunden am Strand sitzen und auf’s Meer starren…