Pizza auf Spanisch

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Take-Away-Pizza: genau das Richtige für ein gemütliches Hotelbettpicknick – dachte ich, als ich nass und ausgehungert nach meinem ersten Santiago-Tag an einem Pizzaladen vorbeikam. Ich betrat das Ketten-Restaurant und sah mich mit einer ungeahnten Herausforderung konfrontiert: der Bestellung.

Bei dieser Kette gibt es keine fertigen Pizzen, sondern nur Pizzaelemente zum Zusammenbauen. Bis ich das mit meinem quasi nicht vorhandenen Spanisch aus den sich zu schnell weiterdrehenden Schildern verstanden hatte, vergingen einige Minuten. Und dann war es Zeit Entscheidungen zu treffen und sie der Dame hinter der Theke mitzuteilen: Welche Pizzagröße will ich und welchen Teig, wie dick soll der Boden sein und wie hätte ich den Rand gerne, welche Soße soll drauf und welche vier Sorten Belag aus drei Kategorien habe ich mir ausgesucht? Ja, als Menü bitte. Welches Getränk hätte ich gerne und will ich Pommes dazu? Zum Hieressen oder Mitnehmen und auf welchen Namen geht das? Nö, kleiner habe ich es nicht.

Es gab eine Menge Fragen auf Spanisch zu klären, die mich gestammelte Antwort für gestammelte Antwort meiner Pizza näher brachten. Aber als ich sie endlich in den Händen hielt, ganz genau so, wie ich sie mir erträumt hatte, und hinaus in den Regen trat, war ich stolz auf meine erste chilenische Pizza, ganz alleine auf spanisch bestellt. Und wie lecker sie war! In mir schlummerte eindeutig unentdecktes Pizzabestelltalent.