Regenzeit: Land unter in Gweta

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​Erinnert ihr euch, was ich neulich über den Regen sagte? Er kam spät in diesem Jahr und als er kam, kam viel davon. In der zweiten Hälfte dieser Geschichte befindet wir uns. Bisher waren es nur kurze Schauer, die uns heimsuchten, aber in unserer Nacht in Gweta lernten wir die Regenzeit richtig kennen.

Schon am Nachmittag hatte sich der Himmel über der Steppe verfinstert. Als wir unser Camp erreichten, stand ein Teil der Anlage schon komplett unter Wasser. Spätestens jetzt fanden wir die Idee sehr sexy, ein paar Pulas (botswanische Euros) extra zu zahlen, um ein richtiges Dach über den Kopf zu bekommen. Leider waren die Dächer der Lodge in der vorangegangenen Nacht undicht geworden und es wurden keine Zimmer vermietet. 

Wir bauten schnell unsere Zelte auf dem noch nicht gefluteten Plätzen auf – vorzugsweise auf dem Hauptweg zur Lodge, weil es dort abschüssig war – und dann began es auch schon zu regnen. Erst regnete es nur ein bisschen, doch schnell wurde es mehr. Zum Essen quetschten wir uns in eine offene Hütte, kein Regenende in Sicht.

Nach dem Essen taten wir das einzig Vernünftige: Wir packten unsere Biere, Cider und Tequilas aus, gingen in die zu drei Seiten offene Bar und feierten eine Party, inklusive Regentanz und Tanz im Regen.

Noch ein Tipp: Auch bei Dauerregen gibt es Abstufungen von nass, man muss nur genau aufpassen. Für den Heimweg sollte man die Phase abwarten, in der man zwischen Wasser von oben und Wasser von unten unterscheiden kann. Dann hat man die Chance, dass das Zelt nicht beim Reinklettern geflutet wird. Das kann ich nämlich nicht empfehlen.

Mit der Flut von unten hat es für die meisten von uns in dieser Nacht übrigens ganz knapp gepasst: